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LEXIKON
was ist ein
Provider?
was ist Spam?
was sind
Servicenummern?
WAS IST EIN PROVIDER?
Einen
Servicedienst, der den Anwendern gegen Gebühren die technischen
Voraussetzungen für den Anschluß ins Internet ermöglicht nennt man
Provider. Im Gegensatz zu den Online-Diensten wie AOL, Compuserve,
T-Online oder Mikrosoft Network bietet der Provider keine eigenen Inhalte
an.
WAS IST SPAM?
Unter
Spam werden e-mails verstanden, die Werbung enthalten und ohne Verlangen
des Empfängers an diesen versandt wurden. Werden solche E-mails zugleich
an eine Vielzahl von Empfängern gesendet, wird von Spamming gesprochen.
Den Versender dieser Botschaften bezeichnet man als Spammer.
SPAM
war ursprünglich ein in England und USA verkauftes Dosenfleischprodukt
mit gleichem Namen. Durch einen Sketch
der Spassvögel von Monty Python wurde der Begriff bekannt. Er spielt in
einem Restaurant in dem Mrs Bun gerne etwas ohne Spam essen möchte,
jedoch zu allem Spam bekommt. Ähnlich geht es den Verbrauchern die ständig
mit ungewünschten Werbebotschaften überfallen werden.
Eine
andere, recht nette Erklärung für den Begriff: "Send Phenomenal
Amounts of Mail"
WAS SIND SERVICENUMMERN?
Vorbemerkung:
Alle Preisangaben sind derzeit aktuell und incl. MwSt.
0800
Bei einer 0800-Nummer ist jeder Anruf bei dem Anbieter kostenlos.
0180-1
Bei dieser Nummer bezahlt der Anrufer DM 0,12 je 90 Sekunden. Das
entspricht dem Citytarif der Telekom.
0180-2
Der Anrufer bezahlt DM 0,12 je Anruf, egal wie lange gesprochen wird.
0180-3
Die Kosten betragen DM 0,18 je Minute
0180-4
Dieser Anruf kostet DM 0,48
0180-5
das ist die beliebteste Nummer bei den Anbietern, denn der Anrufer bezahlt
DM 0,24 je Minute. Da die meisten Telefonanbieter wesentlich günstigere
Festnetztarife haben, ist ein solches Gespräch deutlich teuerer als
eine "normale" Rufnummer. Es ist zudem üblich geworden, dass
der Anrufer VORHER erfährt, wie teuer das Gespräch je Zeiteinheit ist.
Bei allen 0190-er-Nummern ist es vorgeschrieben, dass die
Kosten offen ausgewiesen werden. Wer das nicht tut, muss mit einer
Abmahnung rechnen (OLG Frankfurt/Main, Beschluss vom 13.11.1998
Aktenzeichen: 6 W 163/98 - siehe auch www.beck.de/mmr/Archiv/mmr599/Rechtsprechung/seite285.htm)
0190-1,
-3 oder 5
alle Anrufe kosten derzeit DM 1,21/Minute
0190-4
oder 6
Diese Anrufe kosten derzeit DM 0,81/Minute
0190-7
oder 9
Diese Anrufe kosten derzeit DM 2,42/Minute
0190-8
diese Anrufe kosten derzeit DM 3,63/Minute
0190-0
Bei dieser Nummer legt der Anbieter selbst fest, wieviel das Gespräch
kosten soll. Die Abrechnung kann sowohl nach Zeit aber auch pauschal nach
einem Betrag erfolgen. Selbst während des Gespräches ist eine Änderung
der Vergütung möglich. Kai Petzke, verantwortlich für die Homepage www.teltarif.de
schreibt am 14.1.2000 zu diesem Thema:
"Andererseits kann bei 0190-0 noch schlimmer abgezockt
werden als bei den klassischen 0190-Nummern. Es liegt somit an den
Anbietern, 0190-0-Nummern durch qualitativ hochwertige und sinnvolle
Dienste von dem Schmuddel-Image zu befreien. Der erste Schritt ist bereits
getan. Die führenden 0190-Anbieter kamen überein, Telefonsex mit
bezahlten Animateurinnen nicht mehr zu dulden. Doch geschah dieses nicht
aus Selbsterkenntnis, sondern weil der BGH Telefonsex wie Prostitution als
sittenwidrig eingestuft hat. Ein nachträgliches Inkasso per
Telefonrechnung ist in diesem Fall unmöglich."
Nachzulesen mit weiteren Hinweisen und Links: www.teltarif.de/arch/2000/kw02/s1356.html
Besonders bei den Sex-Nummern 0190-8 will man dem Nutzer
das Leben besonders erleichtern (oder den Geldbeutel) und bietet sog.
Dialer als Highspeedzugänge ein. Dieser Dialer wählt dann auf Knopfdruck
automatisch die heiße Nummer an und sorgt zuverlässig für das Inkasso.
Damit die Kunden auch wirklich nicht die Anwahl der
richtigen Nummer vergessen wurden die Dialer so programmiert, dass sie
sich gleich im Betriebssystem installieren. Unerfahrene Internetnutzer wählen
dann anstatt ihren Provider zu jeder Tages- und Nachtzeit die teuere
0190-er Nummer (bzw. eine ausländische Nummer mit dem gleichen Effekt für
den Geldbeutel) an und wundern sich nach der nächsten Telefonrechnung,
dass das Internetvergnügen plötzlich einige tausend Mark kostet. Das
fiese an den Programmen ist, sie verändern die Registry und/oder
Desktopeinstellungen. Kurzum, sie sind eigentlich Trojaner, ohne von den
Antivirenprogrammen erkannt zu werden. Es bedarf schon einiger Kenntnis
der Betriebssysteme, um die Dialer wieder rauszuwerfen.
Keinen Schutz vor den Programmen, aber eine Warnfunktion
hat nach unseren Recherchen die Einbindung des weithin bekannten
Programmes "gozilla". Gozilla kann Programme von Homepages
abrufen und stellt dabei sicher, dass nach einem zufälligen Abbruch der
Internetverbindung ein späterer Abruf an der Abbruchstelle möglich ist.
Normalerweise muss man wieder von vorne anfangen, was bei größeren
Programmen sehr zeitraubend ist. Wenn beim Surfen, insb. auf einschlägigen
Sex-Seiten, ungeplant Gozialla ein Programm abrufen will, dann
sollten alle Alarmglocken klingeln. Nicht immer, aber oft stellt sich
heraus, dass ein Dialer seine Dienste anbietet. Nun hat man, bei richtiger
Einstellung von Gozilla, die Möglichkeit einen Dateiabruf zu verhindern.
Eine umfangreiche Information zu diesem Thema gibt es
derzeit bei der Freiwilligen Selbstkontrolle Telefonmehrwertdienste
nachzulesen: www.fst-ev.de/aktuelles.html =
Von sogenannten "Highspeed-Zugängen und anderen Dialer-Programmen".
Eine weitere gute Einführung zum Thema mit Hinweisen das Zeugs wieder
loszuwerden und Angaben zur Beschwerde bietet: www.trojaner-info.de/dialer/dialer.shtml
(0190 - Onlineverbindungen - Was man wissen sollte)
Noch ein wichtiger Hinweis: Es ist vorgesehen, daß der
0190-Nummernkreis in absehbarer Zeit umbenannt wird. Dann lautet die
Vorwahl: 0900-*
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